Nachrichten aus der Pfarrei St. Katharina von Alexandrien
Pfarrbrief »miteinander unterwegs«
»Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann« – so heißt ein Buchtitel des französischen Malers und Schriftsteller Francis Picabia.
Unser Gedankenlauf kann sehr verschieden sein: mal linear nach vorn, mal kreisend, mal Achterbahn, mal schnell, mal langsam . . . All diesen Verläufen ist gemeinsam, dass man irgendwann an einen Punkt kommt, an dem man sich fragt: Und jetzt? Wie geht’s jetzt weiter? Das Zitat von Francis Picabia zeigt mir dann, je nachdem welcher Lauf gerade meine Gedanken bestimmt:
• Geh noch mal an den Anfang/sieh nach, wie alles begann,
• oder nimm ein Stück Abstand/betrachte es im Ganzen,
• oder verlangsame dein Tempo/sprich mit jemandem,
• oder gib Gas/fang an zu handeln…
Ich meine das Zitat passt gut in die derzeitige Situation unserer Kirche, unserer Pfarrei und unserer Gemeinden.
Viele Gedanken kreisen momentan um die veränderte Situation, die unsere Pfarrei ab Juni 2012 betrifft: Parrer Bernd Wichert verlässt die Pfarrei, um in ein Benediktinerkloster einzutreten.
Da sind sie schon, die Gedankenschleifen: Wer kommt dann? Wie geht es weiter? Wer versorgt uns dann? An wen kann ich mich wenden? Wo kann ich Hilfe finden?
Viele Menschen unserer Pfarrei haben diese oder ähnliche Fragen, und ich halte es auch für berechtigt, darauf Antworten zu finden. Am 14. Dezember 2011 konnten die Mitglieder des Kirchenvorstandes und des Pfarrgemeinderates von St. Katharina diese und andere Fragen dem Personalreferenten des Erzbistums Hamburg, Ansgar Thim, stellen.
Klar und deutlich wurden die Gremienvertreter darüber informiert, dass es nach derzeitigem Stand für Pinneberg keinen eigenen Pfarrer mehr geben wird. Es wird mit dem Abschied von Pfarrer Wichert eine Zeit der Vakanz eintreten. Ein Pfarradministrator (Pfarrverwalter) wird die nötigen (kirchen)rechtlichen Belange abdecken und für die Grunddienste zur Verfügung stehen. Ein Pfarradministrator ist und bleibt auch Pfarrer seiner eigenen bisherigen Gemeinde.
Um es an dieser Stelle deutlich zu sagen: Der Erhalt der Kirchenstandorte steht nicht zur Diskussion! Es wird weiterhin Eucharistiefeiern an den Kirchenstandorten geben. Die Absprachen dazu werden dann mit dem Pfarradministrator getroffen, dessen Name erst im März oder April der Pfarrei bekannt gegeben wird.
Im letzten Pfarrbrief haben wir bereits einen geistlichen Tag angekündigt. Nun steht ein Termin fest: 11. Februar von 10 bis 16.30 Uhr im Gemeindehaus Herz Jesu. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Extra-Ankündigung in diesem Pfarrbrief auf Seite 9. Herzlich Willkommen zu diesem Tag!
Die Pfarrei St. Katharina tritt mit dem Weggang von Pfarrer Wichert in den Prozess der Bildung eines pastoralen Raumes ein. Die Bildung eines pastoralen Prozesses erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Jahren.
An dieser Stelle ist nur ein kurzer Umriss dieses Begriffes möglich. Der »Pastorale Raum« umschreibt ein Gebiet, in dem es Orte der Glaubensverkündigung (zum Beispiel Kindertagesstätten, Kirchen, Öffentlichkeitsarbeit . . .), Orte der Gemeinschaft (zum Beispiel Gemeindehäuser, Familien, Schulen . . .), Orte des Dienstes am Nächsten (Krankenhaus, Alten- und Pflegeheim, Hausbesuche, Stadtteilarbeit . . .) und Orte der Feier des Glaubens (Kirchen, Kindertagesstätten, Ökumene . . .) gibt. In dem vorgesehenen Zeitraum von drei Jahren wird es eine klare Struktur über die zu bearbeitenden Themen (Spiritualität, Beziehungsgestaltung, Erreichbarkeiten, Finanzen, Verwaltung . . .) geben. Diese obengenannten Orte, die allesamt Orte kirchlichen Lebens sind, vernetzen sich so, dass auch über große Entfernungen hin Christus in seiner Kirche erleb- und erfahrbar wird.
Katharina Hochhaus
PS: Auf der Homepage des Erzbistums finden Sie in der rechten Spalte unter »Pastorale Räume«/»Dokumente« alle Dokumente, die diesen Prozess in unserem Bistum beschreiben.