Nachrichten aus der Pfarrei St. Katharina von Alexandrien

Pfarrbrief »miteinander unterwegs«


November 2017

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Internationales Pfadfindertreffen in Dänemark


40 000 internationale Pfadfinder trafen sich zum einwöchigen Jamboree (Pfadfindertreffen) in Sonderborg/Dänemark in den Sommerferien dieses Jahres. Die Einwohneranzahl von ganz Pinneberg – geht sowas überhaupt? Wir entschlossen uns, das mit eigenen Augen anzuschauen und mitzuerleben.

Insgesamt 41 Pfadfinder vom Stamm Nelson Mandela aus Halstenbek und Pinneberg waren dabei! Am Tag der Anreise ein überwältigender Anblick auf ein 310 Hektar großes Gelände mit fünf Zeltdörfern, Open-Air-Konzertbühne, Dorfplätzen, Krankenhaus, Feuerwehr: Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Schotten mit Kilt und Dudelsack zogen an uns vorbei, insgesamt gehörten wir zu den 6 000 internationalen Pfadfindern, die unter anderem aus Hongkong, Kanada, Kuwait und vielen weiteren Ländern angereist waren.Die Rover (ab 15-Jährige) waren bereits frühmorgens mit zwei Bonibussen aufgebrochen, hatten das Küchenzelt aufgebaut und mit schnellem Einsatz der gesamten Truppe standen bald alle Zelte. Das schlechte Wetter konnte unserer guten Stimmung nichts anhaben und die Regentänze unserer dänischen Nachbarn waren lustig zu beobachten.Der Abend ging mit leckeren Spaghetti Bolognese zum gemütlichen Teil des Lagerfeuers über, und vor lauter Adrenalin fiel das Einschlafen recht schwer.Morgens früh wurden wir von den dänischen Nachbarn mit der Melodie aus einem Jagdhorn geweckt, daran mussten wir uns erstmal gewöhnen. Jeder Stamm hat so seine Eigenarten, während wir zwei Gaskocher im Einsatz hatten, kochten die Dänen nur auf Feuerholz.


Mit Elan und gemeinsamer Hilfe sowie Ausleihen von Equipment kamen wir schnell in Kontakt. Die Verständigung war überhaupt kein Problem und machte viel Freude. Die Eröffnungsfeier war super organisiert, leider wurde von dem Veranstalter teilweise die Übersetzung auf zumindest Englisch vergessen. Wir nahmen Teil an zwei gemischten Großveranstaltungen mit internationalen Spielen und Wettkämpfen und so manche Freundschaft wurde geschlossen.Zeit für Langeweile gab es sowieso nicht. Allein schon bei Spaziergängen wurden immer neue Entdeckungen gemacht. Zelte die auf 3 Ebenen hochgebaut waren, Schlafplätze mit Hängematten, Essbereiche mit Liebe zum Detail wie Gewürzgärten, eine Rettungsinsel, Holzhöhlen – lauter erstaunliche Details. Außerdem gab es ein umfangreiches Aktivitätenangebot, wofür leider eine Woche nicht ausreichte und bei denen uns manchmal auch das Wetter ausbremste.


Einen Tag war unser Ziel das Schloss von Sonderborg. Viele spannende Aufgaben und Spiele sowie Wettkämpfe erwarteten uns, und in den gemischten Altersgruppen zeigte sich wieder, wie gut die jüngeren und älteren Pfadfinder harmonieren. Dieses gute Zusammenspiel zeigte sich auch am nächsten Tag beim Bau eines Pferdes. Die Aufgabe, die uns gestellt wurde, war, ein Pferd aus Naturmaterialien zu bauen, das einen Reiter mit Lanze und Schild aushält. Dieses musste dann von Trägern gegen eine gegnerische Mannschaft beim »Ringreiten« antreten. Ein emsiges Treiben bei allen Gruppen steigerte die Spannung. Und auch, wenn wir nicht in die Endausscheidung gekommen sind, es wurde gefeiert.
Selbstgemachte Kuchen, auf Kohle gebacken, wurden verteilt, und alle wurden mit einem gigantischen Sommertag belohnt. An einem Abend wurden aus jeder Stufe bei einem festlichen Akt Versprechen abgenommen und stolz neue Halstücher umgebunden. Bei Musik, Lagerfeuer, Popcorn und Marshmallows wurde gefeiert und viel gelacht. Die Kontakte zu den dänischen Nachbarn wurden beim abendlichen Beisammensein gefestigt und Pläne für ein Wiedersehen geschmiedet.

Dass wir an diesem Jamboree in Dänemark teilnehmen konnten, verdanken wir auch vielen Spendern aus unserer Pfarrrei. Dafür einen recht herzlichen Dank!



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