Nachrichten aus der Pfarrei St. Katharina von Alexandrien

Pfarrbrief »miteinander unterwegs«


Februar 2018

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Orgelprojekt St. Michael abgeschlossen


Den Impuls zur Erneuerung der Orgel in St. Michael gab der Organist, Komponist und Träger der Ansgarmedaille des Erzbistums Hamburg, Andreas Willscher am 12. September 2009. Am Ende seines Orgelspiels im Pontifikalamt zur Einweihung der erweiterten Kirche St. Michael mit Erzbischof Dr. Werner Thissen erschallte von der Empore sein Ruf: »Und wann kommt die neue Orgel?«.
Dass dieser Ruf in der Gemeinde ein sehr positives Echo fand, zeigte sich daran, dass schon Ende 2010, noch bevor es irgendwelche konkreten Planungen oder Beschlüsse zur Orgel gab, die ersten Spenden in Höhe von 5 000 Euro eintrafen. Und dann nahm die Orgelerneuerung Fahrt auf: Am 30. März 2011 beschloss der Kirchenvorstand der Pfarrei St. Katharina, die stark reparaturbedürftige und in der erweiterten Kirche zu kleine Orgel zu renovieren und zu vergrößern. Keinen Monat später, am 20. April 2011, wurde der Orgelbauverein St. Michael mit dem Ziel gegründet, Angebote einzuholen, Konzepte zu vergleichen und die Auftragsvergabe durch den Kirchenvorstand sachlich vorzubereiten. Und natürlich mit dem Ziel, die notwendigen Mittel einzuwerben.
Der Vertrag mit dem Orgelbauer der Firma Emil Hammer, Hannover, Orgelbaumeister Georg Schloetmann, wurde am 23. November 2011 geschlossen und schon ein Jahr später, am 16. Dezember 2012, spielte Kirchenmusikdirektor Robert Dears nach der Orgelweihe durch Pfarrer Stefan Langer das Eröffnungskonzert. Und wenn nun derselbe Organist am 3. Dezember 2017 zum Dank für alle Spenderinnen und Spender die Orgelkampagne mit einem großartigen Konzert beschlossen hat (siehe nebenstehenden Bericht), lagen dazwischen fünf Jahre, in denen die Mitglieder der Pfarrei St. Katharina – sowohl diejenigen aus Pinneberg, aber auch die aus Halstenbek – gemeinsam ein großes Werk geschaffen haben.
Der Orgelbauverein St. Michael organisierte in Zusammenarbeit mit der Pfarrbriefredaktion und dem Pfarrbüro das vielseitige Fundraising. Beispielsweise wurden Kollekten beworben, ein Patenschaftsprogramm für die Pfeifen und andere Elemente der Orgel wurde aufgelegt, die rechtliche Möglichkeit, zinslose Darlehen für die Orgel zur Verfügung zu stellen, wurde in Verbindung mit dem Bistum geschaffen, die Festschrift und Musik-CDs wurden erstellt und verkauft, und es wurde eine große Anzahl von verschiedensten Benefizveranstaltungen durchgeführt: Am 5. November 2011 wurde der Reigen mit einem Kammerkonzert eröffnet, es folgten natürlich viele Orgelkonzerte, aber auch Chorkonzerte, Liederabende, historische Tanzvorstellungen und ein Solidaritäts- Orgelfrühstück in Herz Jesu, Halstenbek. Der »Tanz der Feen« als 40. und letzte Benefizveranstaltung am 5. November 2017 beschloss die Veranstaltungsreihe zur Einwerbung von Spenden (s. a. nachstehenden Bericht).
Nicht zu unterschätzende Nebeneffekte der vielen und vielfältigen Benefizveranstaltungen waren zudem, dass unter den insgesamt mehr als 2 000 Besucherinnen und Besuchern viele Menschen waren, die die Kirche St. Michael bislang nicht kannten oder auch allgemein mit Kirche nichts am Hut hatten. Viele sehr positive Resonanzen zur Architektur des Gebäudes, zum sozialen und künstlerischen Engagement unserer Kirche oder auch zur Wirksamkeit des Emotionshintergrundes bei den Veranstaltungen zeigten, dass diese Benefizveranstaltungen für unsere Gemeinde deutlich mehr waren als nur Mittel zur Einwerbung von Spenden. Und zudem trat die Gemeinde St. Michael in der Stadt Pinneberg auch verstärkt als geistlicher und kultureller Standort in Erscheinung.
Zu einem Abschlussbericht gehört natürlich auch der Überblick über die Kostenrechnung. Die Gesamtkosten der Orgelrenovierung betrugen 147 100 €. Wie wurden diese aufgebracht?
Viele Einzelspenden im Gesamtwert von 64 000 €;
47 Kollekten in einer Gesamthöhe von 24 100 €;
125 Orgelpatenschaften im Gesamtwert von 21 700 €;
1 Vermächtnis in Höhe von 20 000 €;
40 Benefizveranstaltungen mit einem Gesamtertrag von 9 300 €;
20 Mitglieder im Orgelbauverein, Jahresbeiträge gesamt 1 600 €;
200 Benefizverkäufe: Festschriften, Musik-CDs 1 100 €;
3,6 % Zuschuss aus den Rücklagen der Gemeinde St. Michael 5 300 €;
6 zinslose Darlehen unterschiedlicher Höhe und mit unterschiedlichen Laufzeiten in einer Gesamthöhe von 36 000 € schonten zudem besonders im Jahr des Orgelbaues die Rücklagen der Gemeinde und vermieden so einen Zinsverlust in der Höhe von gut 1 000 €.
Und schließlich sollte nicht vergessen werden, dass parallel zur Orgel in St. Michael, Pinneberg, auch die Orgel in Herz Jesu, Halstenbek, im Jahre 2014 mit einem Einsatz von ca. 50 000 € erneuert wurde. Wie Halstenbeker immer die Pinneberger Orgel unterstützt haben, so haben auch die Pinneberger zum Gelingen des Halstenbeker Projektes beigetragen.
So haben die Mitglieder der gesamten Pfarrei St. Katharina dafür gesorgt, dass beide Gemeinden mit einer soliden kirchenmusikalischen Basis in den Pastoralen Raum gehen können.
Der Kirchenvorstand der Pfarrei St. Katharina und der Orgelbauverein St. Michael bedankt sich sehr herzlich bei allen Orgelfreundinnen und Orgelfreunden für ihre Spenden und für ihre vielfältige andere Unterstützung.
Nachdem nun die Orgel in St. Michael nicht nur »gebaut«, sondern auch »bezahlt« ist, hat der Orgelbauverein seine Ziele erreicht. Deshalb beschlossen dessen Mitglieder auf der jährlichen Hauptversammlung am 20. Dezember 2017, den Orgelbauverein St. Michael zum 31. Dezember 2017 aufzulösen. Der Vorsitzende Ansgar Springub dankte allen Mitgliedern für ihr großes Engagement während der letzen sechseinhalb Jahre.


Für den Orgelbauverein Walter Kosmale


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