Katholische Kirchengemeinde Pinneberg

Pfarrbrief »miteinander unterwegs«


Februar 2018

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Baustelle St. Michael


Im letzten Jahr wurde viel gebaut in St. Michael. An der Pastoral, an der Struktur der Gemeinde und an den Gebäuden. Berichtet wird hier nur von den Gebäuden.
Am auffälligsten war das Gerüst für die Sanierungsarbeiten am Turm, bei denen drei der acht hölzernen Schall-Luken ersetzt und die anderen repariert werden mussten. Und natürlich wurden dann alle Holzteile mit einer hochwirksamen Holzschutzlasur dreimal gestrichen und sehen jetzt wieder richtig schön aus.
Eigentlich hätte man einen Gemeindeausflug auf das Gerüst veranstalten müssen. Weder kann man sonst die Kirche, das Gemeindehaus und den Kindergarten von oben betrachten, noch kann man die Glocken samt Aufhängung in ihrem sehr engen Glockenstuhl sehen. Wegen dieser Enge konnte auch der Wunsch eines historisch interessierten Gemeindemitgliedes, doch schöne Portraitaufnahmen von den Glocken zu machen, leider nicht erfüllt werden, lediglich von der Marienglocke existiert der rechts unten stehende Bildausschnitt.

Weniger auffällig waren die vielfältigen anderen Renovierungsmaßnahmen: Beim Gemeindehaus, dem Betreuerhaus und auch beim Kindergarten wurden durch Frost zerstörte Ziegel und Fugen ersetzt und durch Materialschwund entstandene offenstehende Dichtfugen zu den Fenster- und Türrahmen erneuert. Diese kleinen Bauunterhaltungsmaßnahmen werden auch im Jahr 2018 fortgesetzt.

Schon weit vor der Veröffentlichung der »überraschenden« Wirtschaftszahlen war abzusehen, dass wegen der knappen Mittel des Bistums Zuschüsse für einen Neubau des Pfarrhauses sehr unwahrscheinlich sein würden. Deshalb beschloss der Kirchenvorstand, die in den letzten Jahren auch unter der ungewissen Perspektive der Entwicklung des Pastoralen Raumes immer wieder aufgeschobenen Reparaturarbeiten am Pfarrhaus zeitnah durchzuführen. So soll das Pfarrhaus für die nächste Zeit auch in vollem Umfang nutzbar erhalten werden. Dazu wurden drei Fenster ausgetauscht, etliche andere von außen gestrichen, in zwei Räumen Putzschäden beseitigt und Schönheitsreparaturen durchgeführt. Defekte und nicht mehr benutzte Waschbecken wurden zurückgebaut und zwei Toiletten wieder in einen ordentlichen Zustand versetzt. Und offensichtlich kommt es auch in kirchlichen Gebäuden vor, dass sich die Pforten der Hölle öffnen: Um die in der Vergangenheit vorgekommenen Überschwemmungen im Keller zukünftig zu verhindern, wurde der Schmutzwasserkanal geöffnet, repariert und mit einer Rückstauklappe gesichert. Auch im Pfarrhaus werden diese Erhaltungsmaßnahmen im Jahr 2018 fortzusetzen sein, als nächstes werden die Ziegel und Fugen der hinteren Giebelmauer repariert, so dass kein Wasser mehr in die Mauer eindringen kann.

Wiederum sehr auffällig, allerdings nur für einen Tag, war das Gerüst in der Kirche. Seit vielen Jahren fragen sich die Kirchenbesucher, ob die verschiedenen Risse innen im Putz von St. Michael den Baubestand gefährden oder nur harmlose Schönheitsfehler sind. Mehrfache Untersuchungen von Statikern – es waren ja auch schon Gipsmarken gesetzt worden - hatten in der Vergangenheit übereinstimmend ergeben, dass keine tragenden Teile betroffen sind. Da sich in letzter Zeit aber die Risse vermehrt und vergrößert hatten, wurde vom Kirchenvorstand eine erneute, tiefgreifende Überprüfung durch den Architekten und den Statiker des Bistums veranlasst.

Für diese Maßnahme war das Gerüst in der Kirche notwendig. Es wurde im Dezember ein sogenannter Rissmonitor ganz oben über der Apsis gesetzt und der Putz durch Abklopfen auf seine Haftung überprüft. Mit dem Monitor können auch geringste gegenseitige Bewegungen der gerissenen Wände in den kommenden Monaten erkannt werden. Weiter werden die alten und die neuen Statikunterlagen beurteilt, die Ergebnisse von vergangenen Bodenproben betrachtet und die Bauakten mit den schon dokumentierten Rissen mit hinzugezogen. Und natürlich wird der heutige Bauzustand begutachtet. Erst wenn die Ergebnisse, vielleicht in einem halben Jahr, vorliegen, wird deutlich sein, was zu tun ist.

Sicher aber ist schon heute, dass diese Baustelle uns auch in Zukunft in vielfältiger Weise immer wieder überraschen wird. Wenn Sie sich deshalb nun fragen, wie Sie »Ihre« Gemeinde unterstützen können, sei an das Freiwillige Kirchgeld erinnert, das als zweckgebundene Spende ausschließlich der Gemeinde St. Michael zukommt.
Formulare für Ihre Beitrittserklärung können Sie im Kirchenbüro St. Michael erhalten oder hier herunterladen.


Walter Kosmale




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